Eine intelligente, warmherzige Komödie, die Hoffnung gibt, dass mit Mut, festgefahrene Muster doch noch durchbrochen werden können.
"Wenn man in unserem Alter allein ist, ist man sicher gestört. Ich darf das sagen, ich bin selber gestört."
Ein verregneter Campingplatz in der Steiermark. Astrid, Elli und Isabella, drei ehemalige WG-Bewohnerinnen Ende 40, sitzen in einem abgewrackten Wohnwagen und versuchen an alte Zeiten anzuknüpfen. Doch die Stimmung ist gedrückt: Elli kämpft nach einer Chemotherapie um ihre Selbstbestimmung, die ewige Optimistin Astrid flüchtet sich in zwanghafte Kontrolle und Isabella steckt in einer aussichtslosen Affäre mit einem verheirateten Mann.
Ein bizarrer Zufall ermöglicht den Freundinnen einen spontanen Luxusurlaub am Lido. In einem prunkvollen Hotel prallen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander: Isabella trifft ausgerechnet dort ihren verheirateten Geliebten. Die sonst so vernünftige Astrid baut einen Unfall, freundet sich mit einem Strandverkäufer an und bekommt Ärger mit der italienischen Polizei. Und Elli, die nicht nur mit ihrer ungeplant schwangeren Tochter hadert, verschwindet nach einem heftigen Streit. Mit trockenem Humor und feinem Gespür für die spannungsgeladene Nähe einer brüchig gewordenen langjährigen Freundschaft, erzählt "Altweibersommer" vom Mut, gemeinsam die gewohnten Muster zu durchbrechen.
"Es gibt zahlreiche Geschichten, sie werden nur selten erzählt. Vor ein paar Jahren hab ich ein Theaterstück mit dem Titel „Verschwinden“ gesehen. Es handelte davon, dass eine Frau Ende 40 aus dem gesellschaftlichen Leben verschwindet, nicht mehr gebraucht wird, weil sie ihre Aufgaben, eine Familie zu gründen, Kinderkriegen, erledigt hat. Aber eigentlich könnte es jetzt erst richtig losgehen. Diese Frau sollte nicht verschwinden oder nur als Randfigur vorkommen, als die Mutter der Protagonist*innen oder die beste Freundin der Mutter. Sie sollte Hauptfigur sein. Und weil es so viele Geschichten gibt, gibt es in „Altweibersommer“ gleich drei Hauptfiguren." (Pia Hierzegger)